Summer School Nanotechnologie, Mai 2011, Münster
Gemeinsam mit der CeNTech GmbH, dem Ost-West-Wissenschaftszentrum Kassel und der Nanoinitiative Bayern wird marcotech im Mai 2011 eine einwöchige „Summer School Nanotechnologie“ insbesondere für Interessenten aus Russland durchführen. Die Referenten aus der deutschen Nanotech-Community werden sich vor allem auf die Umsetzung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse zu innovativen Produkten und Prozessen fokussieren. Teil des Programms ist ein Besuch des Chemieparks Marl, wobei ein Besuch des Science-to-Business Centers der EVONIK vorgesehen ist.
Partner in Russland ist das EUROINFOCENTER für die Region Omsk. Angesprochen werden vor allem Unternehmen in Russland, die starkes Interesse an der Anwendung der Nanotechnologie und Nanomaterialien zur Verbesserung ihrer Produkte und Verfahren haben.
Eine Antragstellung auf Fördermittel wird über das Internationale Büro des BMBF gestellt.
Kooperationssprojekt zum Drug-release
marcotech und OOO medbiopharm, Obninsk (Russland) kooperieren auf dem Gebiet des Drug-delivery. Das gemeinsame Projekt „Development of a multifunctional selenium based pharmaceutical as a targeted drug release system” wird im Rahmen des Bortnik-Fonds vom Internationalen Büro des BMBF und vom russischen „Fonds zur Entwicklung kleiner Unternehmen auf wissenschaftlich-technischem Gebiet (FASIE) finanziert (IB-Kennzeichen: RUS 09/B08).
Ziel des Vorhabens ist, einen Wasser unlöslichen Wirkstoff zum Schutz des gesunden Gewebes gegen Strahleneinwirkung bei der Radiotherapie in eine wasserlösliche supramolekulare Struktur sowie eine biologisch abbaubare Matrix einzubauen, so dass er nach einmaliger Injektion über die radiologischen Perioden zeitlich kontrolliert freigesetzt wird. Die ausgefällten Partikel mit einem mittleren Durchmesser von 200 nm sind hinreichend groß, um nicht die Zellmembranen zu durchdringen, jedoch im Zeitraum von etwa 14 Tagen vollständig abzubauen.

Der wasserlösliche Wirt-Gast-Komplex setzt durch Wechselwirkungen mit den Membranproteinen den lipophilen Wirkstoff frei, der an den Membranoberflächen adhäriert.
Kooperationsprojekt zum Catalyst-delivery für die tertiäre Erdölförderung
Etwa 50% des Erdöls verbleiben in den Sediment- und Gesteinsschichten der Lagerstätten, mehr als 300 bill. Barrel weltweit. Durch Flutung mit Wasser mit Wasserdampf und/oder CO2 lassen sich gegenwärtig etwa 10% dieser Restmengen durch sog. tertiäre Förderung gewinnen.
Nanoskalige Dimensionierung von Katalysatoren senken die Aktivierungsenergie für Crack-Prozesse und der Einbau von speziellen Übergangsmetallen in Zeolithe ermöglichen zusätzlich Crack-Reaktionen bei niedrigen Temperaturen. Daher sollten suspendierte nanoskalige Katalysatoren, die bereits bei ca. 100 °C aktiv sind, bei typischen geothermischen Bedingungen die schweren Öle in den Lagerstätten in niedrig-viskose Kohlenwasserstoffe umsetzen. Ihre Oberfläche wird lipophile eingestellt, so dass sie aus der wässrigen Phase in die Öl-Kompartimente penetrieren und dort ihre katalytische Wirkung entfalten. Hierbei reichen Umsätze unter 10%, um eine hinreichende Viskositätserniedrigung und Ad- sowie Kohäsionssenkung zu erreichen, um eine deutliche Steigerung der tertiären Ölförderung zu erreichen.
marcotech und das Institut für Petrochemische Prozesse der Nationalen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans, Baku, arbeiten bei der Systementwicklung zusammen. Das Projekt wird im Rahmen der Förderung der internationalen wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit vom Internationalen Büro des BMBF gefördert (IB-Kennzeichen: AZE 10/002).
Firmenansiedlung und Zusammenarbeit mit OOO medbiopharm, Obninsk, Russland
OOO medbiopharm will die Geschäftstätigkeit auf Westeuropa ausdehnen. Aufgrund der herausragenden Infrastruktur am Standort Münster, hat das Unternehmen Büroräume bezogen und will demnächst Laborräume anmieten.
Standort der
medbiopharm Deutschland
im Biotechnologie Zentrum
Johann-Krane-Weg 42
48149 Münster |
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marcotech unterstützt und begleitet OOO medbiopharm bei der Firmengründung in Deutschland und bei dem Geschäftsaufbau. Beide Unternehmen erwägen die Gründung eines Joint Ventures. |